Ausgabe Mai | Juni 2016

AUSZUG AUS DEM INHALT:

    SPEZIALTHEMA
    Erfolgsfaktor Personal: Wertschätzende Führung und wertschätzender Umgang der Mitarbeiter als Instrument
    Ohne Mitarbeiter lassen sich die Anforderungen an Qualität und Hygiene ebenso wenig verwirklichen wie die Anforderungen an Pflege und Betreuung insgesamt. Deshalb sind Führungskräfte und auch Mitarbeiter in Stabsstellen immer wieder gefordert, sich mit der Führung und den Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation auseinanderzusetzen. Ein Begriff, der dabei immer wieder angeführt wird, ist die Wertschätzung. Von den segensreichen Auswirkungen wertschätzender Führung ist immer wieder die Rede. Und auf der anderen Seite wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es an betrieblicher Wertschätzung mangelt.

    Was haben QM, Unternehmenskommunikation und Mitarbeiterzufriedenheit gemeinsam?
    Seit einigen Ausgaben haben wir das Thema Personalentwicklung, Mitarbeiterführung und Personalbindung verstärkt im Blick. Stellt sich die Frage, warum dies in einer Zeitschrift für QM und Hygiene  Thema ist und vor allem warum in dieser Ausführlichkeit. In einem Gespräch mit Roland Weigel sind wir der Frage nachgegangen, welchen Zusammenhang es tatsächlich gibt und welche spezielle Rolle Qualitätsmanagement spielen kann oder sollte. Der nachfolgende Artikel zeigt eindrücklich, dass Qualitätsmanagement beim Wechsel der Perspektive neue Dimensionen und neue Schwerpunkte bekommen kann. Die Inhalte sind eine Zusammenfassung des Gesprächs und regen im besten Fall zu einer Diskussion innerhalb Ihrer Einrichtung an. Gerne lassen Sie die Leser dieser Zeitschrift an  Ihren Gedanken teilhaben und schreiben uns Ihre Sicht. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

    Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege – Grundlagen und Möglichkeiten der Reduzierung
    Ein weit verbreitetes Problem in der Pflege ist der Spagat zwischen Fürsorge und Selbstbestimmung. Besonders augenfällig wird die Schwierigkeit, wenn ein Mensch mit Demenz sturzgefährdet ist und eine richterliche Genehmigung für eine freiheitsentziehende Maßnahme fehlt. Was hat in diesem Fall Vorrang – die Unversehrtheit des Pflegebedürftigen oder die Selbstbestimmung und damit die Möglichkeit eines Sturzes, im schlimmsten Fall mit einem komplizierten Oberschenkelhalsbruch? Was tun, wenn die Angehörigen die Fixierung wünschen, aber keine Einwilligung des Patienten  vorliegt oder der Patient nicht in der Lage ist, selbst zu entscheiden? Diese Fragen sind nicht aus der Luft gegriffen, denn abgesehen von der rechtlichen Situation spielt hier auch immer die Sorge  der Fürsorge eine Rolle.

    WEITERE THEMEN DIESER AUSGABE
    Wie lässt sich evidenzbasierte Pflege in der praxis generell umsetzen?
    Im zweiten Teil der Artikelserie zur evidenzbasierten Pflege steht die Umsetzung in die Praxis im Vordergrund. Wo bekomme ich die notwendigen Informationen? Wie gehe ich damit um und was bedeuten Expertenstandards, Leitlinien, klinische Leitlinien und internationale Leitlinien für meine tägliche Arbeit?

    Organisation eines klinischen Risikomanagementsystems (Teil 1)
    Grundlage für die Steigerung der Patientensicherheit sind Maßnahmen des Qualitäts-, Hygiene-, Fehler- und Risikomanagements. Klinisches Risikomanagement umfasst die Gesamtheit von  Strukturen, Strategien, Prozessen, Instrumenten und Aktivitäten, um Risiken zu erkennen und ihnen wirksam zu begegnen. Wie dies in der Praxis organisiert werden kann, zeigt dieser Artikel.

    Schulung Pflegedokumentation (Baustein 2) – Die Strukturierte Informationssammlung
    Im zweiten Teil der Artikelserie zur Schulung Pflegedokumentation geht es um die Anamnese mit der Strukturierten Informationssammlung (SIS). Die SIS unterscheidet sich in diesem Bereich stark von den bisher praktizierten Verfahren und daher bereitet sie Pflegefachkräften häufig Schwierigkeiten. Mithilfe der Schulung sollen Vorbehalte abgebaut und durch praktische Tipps die Anwendung erleichtert werden.

    MRSA, MRGN & Co.: So informieren Sie die Angehörigen
    Die Diagnose MRSA ist für viele Patienten und auch ihre Angehörige erst mal ein großer Schock. Und nach einem kurzen Moment kommen die Fragen und Ängste. Pflegekräfte sollten darauf vorbereitet sein und wissen, wie sie den Fragen und Sorgen am besten begegnen und welche Fakten besonders wichtig sind.

    Danke gut! Und wie geht es Ihnen?

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wann haben Sie das letzte Mal diese Rückfrage gehört? Und wenn sie Ihnen gestellt wurde, haben Sie die Frage ernsthaft beantwortet oder halbherzig reagiert? Und vor allem – hat der Frager wirkliches Interesse gezeigt oder wollte er nur höflich sein?

    Warum ich mich gerade an dieser Stelle und gerade jetzt mit dieser Frage beschäftige? Ganz einfach, auch wenn der Begriff zum Modewort geworden ist und Sie eventuell bereits nervt: Wertschätzung spielt in dieser Ausgabe eine wichtige Rolle. Und – Wertschätzung ist nicht nur ein Begriff in der Mitarbeiterführung. Wertschätzung zeigt sich an ganz unterschiedlichen Stellen im täglichen Leben und im Miteinander. Ein Punkt ist das echte Interesse am Gegenüber und seiner Befindlichkeit.

    Und wenn Sie sich jetzt fragen, warum eine Zeitschrift mit den Themenschwerpunkten Qualitätsmanagement und Hygiene dieses Thema aufgreift, dann kann ich vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringen: Weder Pflege, Betreuung und Versorgung noch Qualitäts- oder Hygienemanagement sind denkbar ohne engagierte und kompetente Mitarbeiter. Natürlich kann Pflege auch irgendwie funktionieren, wenn die Pflegenden ihre Arbeit nur als Broterwerb betrachten, aber tatsächlich zeigt sich immer wieder, dass die menschliche Seite ein entscheidender Faktor ist und das Personal DER wesentliche Erfolgsfaktor. Und wie man dies in der Führung und im Qualitätsmanagement nutzen kann, erfahren Sie in diesem Heft.

    Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit den Inhalten der neuen Ausgabe. Ich freue mich auf Anregungen, Kritik und Feedback – gerne telefonisch oder per E-Mail.

    Mit herzlichen Grüßen

    Ihre Barbara Poschwatta
    Objektleitung „QM-PRAXIS in der Pflege“