Ausgabe März | April 2016

AUSZUG AUS DEM INHALT:

    SPEZIALTHEMA
    SIS – Einbindung in Softwarelösungen: Anforderungen und Besonderheiten
    Die Einführung der Strukturierten Informationssammlung und des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation führt natürlich auch dazu, dass die Softwareanbieter dieses Modell in ihre Systeme integrieren müssen. Welche Anforderungen die Anbieter erfüllen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

    Die SIS – Anwendererfahrungen im Vergleich
    Welche Erfahrungen haben die Anwender mit der neuen Dokumentation. An welchen Stellen gibt es Schwierigkeiten und an welchen Stellen erleichtert das neue Verfahren tatsächlich die Dokumentation? Eine erste Auswertung einer Befragung unserer Leser soll darüber Aufschluss geben.

    Hygienemanagement zwischen Qualität und Ökonomie: Ein Spagat mit Beinbruch?
    Eine Grundlage verantwortungsvollen Handelns ist in Krankenhaus und Pflegeeinrichtung die Hygiene. Doch immer neue Verordnungen und gleichzeitig auferlegte Sparzwänge lassen das moderne Hygienemanagement zu einem Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit verkommen. Und auch QM kann nur funktionieren, wenn genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Qualitätsanforderungen gerecht zu werden und diese in die Praxis umzusetzen. Wir wagen einen Blick auf den Status quo und darauf, was zukünftig aus Sicht der Akteure ändern müsste, damit Qualität und Hygiene in Deutschland nicht unter die Räder kommen.

    Nicht immer mangelt es am Geld: Expertengespräch mit PD Dr. Christian Brandt

    WEITERE THEMEN DIESER AUSGABE
    Was ist evidenzbasierte Pflege – die Grundlagen
    Pflegerisches Handeln sollte entsprechend begründet werden und nach dem aktuellen Stand des medizinisch-pflegewissenschaftlichen Wissens erfolgen, um eine adäquate professionelle Pflege zu gewährleisten. Um einen aktuellen Wissensstand abbilden zu können, bedarf es eines reflexiven Berufsverständnisses. Eine Grundlage für ein reflexives berufliches Handeln in der Pflege stellt Evidence-based Nursing (EbN)dar.

    Personalentwicklung und demografischer Wandel – neue Legitimationschancen für längst bekannte Ansätze  
    Es scheint trivial: Das Älterwerden der Bevölkerungsmehrheit und das Sinken der Geburtenrate führen zum Älterwerden und Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung. Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf das Personalmanagement. Vorbei sind die Zeiten, in denen Arbeitgeber sich aus einem großen Pool die Besten aussuchen konnten. Die Arbeitgeber sind gefordert, neue Lösungen für Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung zu finden. Dies gilt auch für Pflegeeinrichtungen.

    Schulung Pflegedokumentation (Baustein 1) – Überblick, Instrumente und Kurzschulung
    Die Pflegedokumentation kostet ca. 20 bis 30 % der Arbeitszeit und nach neuesten Studien ca. 2,3 Milliarden Euro im Jahr. Sie entwickelt sich immer mehr zu einer Belastung für Pflegekräfte und ihr eigentlicher Zweck, den Pflegeprozess abzubilden, gerät in Vergessenheit. Um das Belastungserleben zu reduzieren und Mitarbeitern den Umgang mit der Pflegedokumentation zu erleichtern, empfiehlt es sich, sie regelmäßig zu schulen.

    Patientensicherheit 2016 (Teil 2)
    Im ersten Teil wurden insbesondere die Grundlagen zu Fehlermanagement und CIRS aufgegriffen und im Zusammenhang mit Hygiene diskutiert. In diesem Teil stehen fehlerproduzierende Faktoren, Ursachen und neue Entwicklungen im Vordergrund. Ziel ist einerseits die Patienten- und andererseits die Mitarbeitersicherheit.

    Hygieneskandale – so geht man mit Negativschlagzeilen um
    Hygienemängel, die Öffentlichkeit und die Medien – kommen sie zusammen, kann dies schnell zu einem Skandal führen. Doch eigentlich sind Hygienemängel und nosokomiale Infektionen keine Seltenheit in Deutschland. Wie also damit umgehen, wenn die öffentliche Stimmung hochkocht?

    Gewusst wie: die Aufbereitung von technischen Geräten (Teil 1)
    Speziellen Anforderungen unterliegt die Aufbereitung von Medizinprodukten, da die Schädigung von Patienten- und Mitarbeitern bei diesen Aufbereitungsmängeln erheblich sein kann. Inhalt einer gemeinsamen Empfehlung von KRINKO und BfArM sind diese Anforderungen; wenn sie angewendet werden, dann entsprechen sie dem Stand der Wissenschaft. In verschiedenen Folgen werden Beispiele für die Aufbereitung technischer Geräte bearbeitet.

    Der Druck steigt

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die Diskussion um die generalistische Pflegeausbildung reißt nicht ab. Die Verbände vertreten unterschiedliche Auffassungen und können sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Dies zeichnete sich schon vor der Veröffentlichung des Gesetzentwurfs ab und wird sicherlich auch bis zum Abschluss der Gesetzgebung so bleiben. Welche Auswirkungen die Zusammenführung tatsächlich haben wird, werden wir erst in ein paar Jahren beurteilen können. Eines eint Befürworter und Gegner einer einheitlichen Ausbildung: die Sorge wegen des Fachkräftemangels.

    In Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern steigt der Druck – egal ob ökonomische Zwänge, Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an die Versorgungsqualität durch den Gesetzgeber und die immer informierteren Patienten, Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen. Diese verschiedenen Faktoren kann keine Einrichtung allein für sich beeinflussen oder ihnen entgehen. Was aber auf Einrichtungsebene möglich ist, ist den Auswirkungen gegenzusteuern und Strategien zum Umgang zu entwickeln. Da Hygienemanagement und QM personelle, finanzielle und zeitliche Ressourcen binden, wirken sich die Faktoren natürlich auch in diesen Bereichen aus. Gleichzeitig sind Ihre Kunden immer besser informiert und nutzen Social-Media-Kanäle, um möglichst viele Informationen zu sammeln – über eine Einrichtung oder über ein bestimmtes Krankheitsbild. Als QM-/Hygienebeauftragte werden Sie mit den Auswirkungen all dieser Entwicklungen konfrontiert. Deswegen lesen Sie in dieser Ausgabe u. a. etwas über

    • Auswirkungen ökonomischer Zwänge
    • Personalmanagement und demografischen Wandel und
    • Umgang mit Hygieneskandalen

    Viel Freude mit der aktuellen Ausgabe und viele neue Erkenntnisse! Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Ihre Themenwünsche – schreiben Sie mir eine E-Mail an: [email protected].

    Mit herzlichen Grüßen

    Ihre Barbara Poschwatta
    Objektleitung „QM-PRAXIS in der Pflege“