Ausgabe Januar | Februar 2013

AUSZUG AUS DEM INHALT:

    SPEZIALTHEMA
    Fachkräftemangel und Pflegenotstand: Wie die Personalentwicklung das Dilemma verhindern kann!
    Nadelstichverletzungen sind in Einrichtungen des Gesundheitswesens weit verbreitet. Schätzungen belaufen sich auf ca. 500.000 Verletzungen pro Jahr in deutschland. Experten befürchten, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist. Damit es nicht zu Nadelstichverletzungen kommt, müssen bestimmte Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Wie diese gestaltet werden sollten, beschreibt dieser Beitrag.

    Die neue DIN EN ISO 15224:2012
    Endlich ist eine spezielle Norm für das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Sie wurde lange angekündigt und noch länger erwartet, denn die DIN EN ISO 9001 ist nicht an allen Stellen ideal für das Gesundheitswesen. Die neue Norm verbindet nun die Anforderungen des Gesundheitswesens mit der DIN 9001 und ermöglicht somit, eine Umsetzung der Vorgaben ohne das umständliche Querdenken, wie es bislang der Fall war.

    WEITERE THEMEN DIESER AUSGABE
    Normen, Normen, Normen – und was bedeuten sie für uns?
    Neben den bekannten Normen aus der 9000er Reihe gibt es zahlreiche andere Normen, die für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser relevant sind. Einen ersten Überblick über die wichtigsten Normen rund um die Sterilisiation bietet dieser Beitrag.

    Die Dokumentationsvisite gezielt nutzen
    Bei der MDK-Prüfung steht die Pflegedokumentation im Mittelpunkt, sie ist die Basis für den Nachweis der geleisteten Pflege(qualität). Werden hier Fehler gemacht, dann führt dies zu einer schlechten Bewertung bei den Pflegenoten und ggf. auch Nachbesserungsbedarf für die Einrichtungen. Um hier vorzubeugen, bietet sich die Pflegedokumentationsvisite an. Sie ermöglicht Pflegeeinrichtungen, sich regelmäßig selbst zu hinterfragen.

    Infektionsprävention – ein Teil des Risikomanagements?!
    Infektionsprävention ist eine wesentliche Säule in einer Pflegeeinrichtung – das ist unbestritten und wird auch als selbstverständlich betrachtet. Allerdings wird die Infektionsprävention eher selten mit der Betrachtungsweise des Risikomanagements verknüpft. Da sich hier durchaus Anknüpfungspunkte finden lassen, sind eine genauere Betrachtung und Überlegungen zur praktischen Umsetzung sinnvoll.

    Schulung zu den Expertenstandards (Teil 3)
    Überblick über die Inhalte einer Schulung und sofort einsetzbare Powerpointpräsentation für eine Mitarbeiterfortbildung

    Unterweisungen gezielt nutzen
    Die Mitarbeiterunterweisung ist Pflicht und muss mindestens jährlich wiederholt werden – soweit die Theorie und der gesetzliche Anspruch. Dieser Beitrag beschreibt, wie eine Unterweisung im Bereich Arbeitsschutz gestaltet werden kann und was dabei zu beachten ist.

    Die Sanierung von Patienten mit MRSA-Besiedelung oder -Kontamination
    Die Sanierung von MRSA-Patienten ist seit 1999 eine anerkannte Methode, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Es gibt entsprechende Empfehlungen zum richtigen Vorgehen, die eingehalten werden müssen, wenn der Erfolg gewährleistet werden soll. Außerdem sind entsprechende Kontrollen notwendig, um die Sicherheit zu haben, dass die Sanierung tatsächlich erfolgreich verlaufen ist.

    Spezielle Aspekte der Hygiene in der Gemeinschaftsverpflegung
    Küchenhygiene ist nicht mit der Umsetzung des HACCP-Konzepts getan. Vielmehr spielen sehr viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Zu den wesentlichen Hygienebereichen in der Gemeinschaftsverpflegung gehören Umgebungshygiene, Lebensmittelhygiene und persönliche Hygiene. Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte gibt dieser Beitrag.

    Der Einsatz persönlicher Schutzausrüstung(PSA): Rechtlicher Hintergrund, Einsatzgebiete und Praxistipps
    PSA ist aus Arbeitsschutzgründen unverzichtbar – nur, was sollte wann und in welchen Situationen genutzt werden. Hier bestehen doch immer wieder Unsicherheiten – das muss nicht sein.

    Weiterbildung im Qualitätsmanagement
    Je höher qualifiziert, desto besser die Chancen? Fortbildungsanbieter sind sich da einig, aber entspricht dies wirklich der Realität? Und vor allem, für welche Weiterbildung sollte man sich letztendlich entscheiden? Fragen, die nicht abschließend beantwortet werden können, aber zumindest einige Anregungen und Denkanstösse bietet dieser Beitrag zusammen mit einem Interview mit drei Fortbildungsprofis.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    auch wenn schon knapp vier Wochen des neuen Jahres um sind, möchte ich Ihnen ein glückliches, gesundes neues Jahr wünschen. Ich hoffe, es hält nur positive Überraschungen für uns alle bereit.

    Aus gesundheitspolitischer Sicht steht uns dieses Jahr einiges ins Haus – allerdings lässt sich momentan noch nicht sagen, ob tatsächlich noch vor den Wahlen wirklich ein „großer Wurf“ dabei ist:

    Seit 01. Januar gelten jetzt die Leistungsänderungen durch das Pflege-Neuausrichtungsgesetz – man darf gespannt sein, wie und ob sich die Pflegelandschaft dadurch verändert. Außerdem hat der Bundestag noch das Patientenrechtegesetz auf den Weg gebracht. Mit dem Inkrafttreten wird im Februar gerechnet, wenn der Bundesrat seine Zustimmung gibt und das Gesetz abschließend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wird.

    Die schwarz-gelbe Koalition diskutiert außerdem eine neue Stärkung der Prävention, dieses Vorhaben befindet sich noch im Entwurfsstadium. Es bleibt abzuwarten, wie es dann tatsächlich ausgestaltet wird.

    In Kürze wird die Aktualisierung des Expertenstandards Sturzprophylaxe vom DNQP publiziert – leider nicht wie geplant Ende Dezember 2012 – deswegen berichten wir in der März-Ausgabe ausführlich über die neuen Inhalte.

    Außerdem kommen noch neue MDK-Prüfkriterien für den stationären Bereich auf uns zu und eigentlich müsste auch noch der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff vorgestellt werden.

    Es könnte ein spannendes Jahr werden, lassen wir uns überraschen.

    Ich wünsche Ihnen viel Freude und neue Erkenntnisse bei der Lektüre. Über Ihre Fragen, Anregungen und Themenvorschläge freue ich mich – schreiben Sie mir unter [email protected]

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Barbara Poschwatta
    Objektleitung „QM-PRAXIS in der Pflege“