Ausgabe November | Dezember 2013

AUSZUG AUS DEM INHALT:

    SPEZIALTHEMA
    Neuer Expertenstandard konsentiert
    Der Expertenstandard Schmerzmanagement bei chronischen Schmerzen wurde im Oktober 2013 konsentiert und sollte nach seiner Veröffentlichung von den Pflegeeinrichtungen umgesetzt werden. Die Unterscheidung in akute und chronische Schmerzen bringt einige Änderungen mit sich. Außerdem stellt der Expertenstandard einige Anforderungen an die Einrichtungen, die nicht so einfach umzusetzen sind. Praxistipps und erste Hinweise bietet dieser Beitrag.

    Wichtige Schritte zu weniger Resistenzen
    Resistenzentwicklung gegen Antibiotika ist ein komplexes Problem, das uns zukünftig vor immer größere Herausforderungen stellen wird. Bereits heute nimmt die Anzahl multiresistenter Erreger zu und z. B. die Zunahme von Infektionen mit MRGN erfordert neue Strategien im Umgang mit diesen Erregern. Doch wie kann man der Resistenzentwicklung entgegenwirken? Welche Möglichkeiten gibt es um der Resistenzentwicklung etwas entgegenzusetzen?

    WEITERE THEMEN DIESER AUSGABE
    Ab Februar 2014 stehen die neuen Prüfberichte im Netz.  Und die alten auch noch … 
    Die Veröffentlichung der Prüfberichte ist seit einigen Jahren gewohnte Praxis. Aber jetzt kommt eine neue Qualität ins Spiel, denn ab Februar 2014 greift die neue PTVS und dann werden Berichte mit unterschiedlichen Kriterien im Internet veröffentlicht. Was bedeutet dies für die Pflegeeinrichtungen zukünftig und was ist im ambulanten Bereich geplant? Diese Fragen beantwortet der Artikel.

    So viel wie nötig, so wenig wie möglich – das 360-Grad-vernetzte QM-Handbuch
    Ordner über Ordner oder vielleicht doch eine abgespeckte und trotzdem sinnvolle Gestaltung des QM-Handbuchs – welche Variante den Vorzug bekommen würde, ist klar. Aber: wie lässt sich dieser Gedanke in die Praxis umsetzen und welche Schritte sind dazu notwendig?

    Wir können jeden Fehler machen, aber nur einmal!
    Fehler im Gesundheitswesen sind ein heikles Thema, denn häufig sind Fehler mit gravierenden Folgen verbunden. Aber trotzdem oder gerade deswegen gilt auch für Einrichtungen des Gesundheitswesens, dass es eine Fehlerkultur geben muss, die vernünftig mit dem Thema umgeht. Wie das Fehlermanagement als Teil des Risikomanagements gestaltet werden kann, schildert dieser Artikel.

    Schulung zu den Expertenstandards (Teil 8): Förderung der Harnkontinenz umsetzen
    Praktische Tipps und sofort einsetzbare Schulungfolien zur Mitarbeiterfortbildung zum Thema Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege

    Fort- und Weiterbildung 2014: Neue Entwicklungen und Tendenzen
    Fort- und Weiterbildung spielt im Bereich Hygiene und Qualitätsmanagement eine wichtige Rolle. Welche neuen Entwicklungen gibt es und wie sehen erfahrene Fortbildungsleiterinnen diese Entwicklungen im Hinblick auf die Perspektiven, die sich daraus für die Teilnehmer ergeben?

    Prävention in der Pflege
    Prävention als Teil des Arbeitsschutz und der Gesundheitsförderung in der Pflege wird allzu oft vernachlässigt und wenig beachtet. Aber gerade in helfenden Berufen kommt diesem Thema eine besondere Bedeutung zu. Verstärkt wird dies durch die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die steigende Arbeitsbelastung in den Einrichtungen.

    Die Top Five der Krankenhaushygiene: Hygienemanagement bei Patienten mit 
    gramnegativen Keimen
    Was vor einigen Jahren die Infektionen mit MRSA waren sind jetzt multiresistente gramnegative Keime (MRGN). Sie sind eindeutig auf dem Vormarsch und folgerichtig hat jetzt das RKI eine Empfehlung zum Umgang mit diesen Keimen herausgegeben. Damit besteht zumindest eine Handlungsgrundlage, die dazu beitragen kann, einigen Unsicherheiten zu begegnen, die im Bezug auf diese Keime bestehen.

    Schädlingsmonitoring und -prophylaxe in Pflegeeinrichtungen
    Schädlinge in der Küche – schon im privaten Bereich eine unangenehme Vorstellung, aber in der Küche einer Pflegeeinrichtung ist das ein Worst Case Szenario. Auch wenn das HACCP-Konzept in Einrichtungen des Gesundheitswesens gängige Praxis ist, besteht das Risiko eines Schädlingsbefalls. Monitoringverfahren und praktische Tipps zur Vermeidung gibt dieser Beitrag.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Visionen für die Pflege, die Pflege 2018, die Pflege in einigen Jahren – dies sind nur drei Formulierungen, die auf der Konsensuskonferenz in Osnabrück zum Expertenstandard Schmerzmanagement mehrfach gefallen sind.

    Ich möchte dies als Anlass nutzen und Sie einladen, sich einmal die Pflege in zehn Jahren vorzustellen. Welche Fragen werden uns dann bewegen? Eine 5., 6. oder 7. Pflegereform, mal wieder neue Kriterien zur Erfassung der Pflegequalität oder vielleicht eine völlig neue Definition der Pflegebedürftigkeit? Gibt es dann genügend Pflegepersonal oder hat sich der Fachkräftemangel noch verstärkt?

    Tatsächlich wissen wir es nicht und es gibt einige Themenbereiche, bei denen viele lieber den Kopf in den Sand zu stecken scheinen, als sich den tatsächlichen Herausforderungen und Problemen zu stellen, die sich bereits heute abzeichnen. Zwar wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Überalterung der Gesellschaft zu einem eklatanten Fachkräftemangel führen wird, aber zukunftsfähige Konzepte sind momentan noch Mangelware.

    Aktuell treiben nicht weniger komplexe Fragen die Pflege um: Werden wir Reformen erleben, die wirklich eine Veränderung und Verbesserung der Situation mit sich bringen – sei es bei der Pflegeausbildung, der Krankenhausfinanzierung oder der finanziellen Ausstattung in der Altenpflege? Gelingt es uns, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden? Zwar gibt es zur Zeit auf diese Fragen keine befriedigenden Antworten, aber zumindest gab es in den letzten Wochen einige Neuerungen wie die geänderten PTVS und einen neuen Expertenstandard. Einen ersten Überblick darüber geben wir in dieser Ausgabe.

    Jetzt wünsche ich Ihnen viel Freude und neue Erkenntnisse bei der Lektüre. Über Ihre Fragen, Anregungen und Themenvorschläge freue ich mich – schreiben Sie mir unter [email protected]

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Barbara Poschwatta
    Objektleitung „QM-PRAXIS in der Pflege“