Ausgabe September | Oktober 2012

AUSZUG AUS DEM INHALT:

    SPEZIALTHEMA
    Integrierte Managementsysteme in der Pflege: So nutzen Sie Synergieeffekte und vermeiden scheinbar ziellose Doppelarbeiten
    In einer Pflegeeinrichtung müssen zahlreiche rechtliche Anforderungen erfüllt werden. Das kostet viel Zeit und teilweise auch Nerven. Es gibt aber Möglichkeiten, durch das sinnvolle Kombinieren der verschiedenen Managementsysteme zumindest Doppelarbeiten zu vermeiden und bei geschickter Umsetzung auch Synergieeffekte zum Positiven zu nutzen.

    Die Pflegereform 2012 / 2013: Das sollten Sie hinsichtlich Ihres QM-Systems unternehmen
    Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz wird im Januar 2013 in Kraft treten und dann auch für das einrichtungsinterne QM Auswirkungen haben. Welche das sind und was dies konkret für QM-Beauftragte bedeutet, beschreibt dieser Beitrag.

    WEITERE THEMEN DIESER AUSGABE
    Anforderungen an die Dokumentation bei Dekubitus: So dokumentieren Sie Prophylaxe und Behandlung optimal
    Die korrekte Durchführung der Dekubitusprophylaxe und der Pflegemaßnahmen bei einem bestehenden Dekubitus genügt nicht, die Durchführung muss auch korrekt dokumentiert werden. Sonst führt dies zu haftungsrechtlichen Problemen oder zu schlechten Bewertungen bei der MDK-Prüfung.

    Auf dem Weg zum integrierten Managementsystem in der Pflege: Warum Risiken und Chancen ins Qualitätsmanagement gehören
    Konkurrierende Systeme werden von Mitarbeitern als Belastung erlebt und dadurch auch nicht toleriert. Deswegen macht es Sinn, das Risikomanagement ins Qualitätsmanagement zu integrieren. Dies hat mehrere Vorteile: Zeitersparnis, reduzierter bürokratischer Aufwand und zusätzlich das Nutzen der Methoden des Risikomanagements auch für andere Managementsysteme.

    Benchmarking in der Pflege: Best Practice für den Unternehmenserfolg und die Weiterentwicklung der Pflegequalität
    Benchmarking ist eine Methode, mit der es Einrichtungen möglich gemacht wird, von den Erfahrungen anderer zu profitieren und so dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess einen weiteren Baustein hinzuzufügen, mit dem die Innovationskraft der eigenen Einrichtung gestärkt wird. Gleichzeitig können so Misserfolge vermieden werden, dies trägt indirekt zu einer höheren Motivation der Mitarbeiter bei, neue Projekte zu akzeptieren und daran mitzuwirken.

    Mitarbeiterschulung Expertenstandards in der Pflege – so ziehen alle Mitarbeiter an einem Strang
    Expertenstandards müssen nach ihrer Veröffentlichung eingeführt werden, das ist allgemein bekannt und stellt Pflegeeinrichtungen immer wieder vor das Problem, wie sie die doch relativ sperrigen Standards ihren Mitarbeitern nahe bringen können. Dieser Beitrag enthält eine Grundlagenschulung und mit der passenden sofort einsetzbaren Powerpointpräsentation gelingt es den Schulungsverantwortlichen, den Mitarbeitern die wesentlichen Inhalte zu vermitteln.

    Prävention psychischer Belastungen: Stress, Burnout und Überlastung als Aufgabe des Arbeitsschutzes
    Wenig Zeit für Patienten, immer höhere Arbeitsbelastungen und familienunfreundliche Arbeitszeiten – Pflegemitarbeiter sind großen psychischen Belastungen ausgesetzt und dies führt immer häufiger zu Ausfallzeiten. Insofern ist die Prävention psychischer Belastungen eine wesentliche Aufgabe des Arbeitsschutzes. Die wesentlichen Umsetzungsschritte werden in diesem Beitrag beschrieben.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die Urlaubszeit ist vorbei und die meisten von uns hat der Alltag wieder fest im Griff. Eine Besprechung jagt die andere, der Schreibtisch quillt über und die Zeit für das Wesentliche fehlt uns an allen Ecken und Enden …

    Und der Herbst verspricht einige Veränderungen, die sicherlich entsprechenden Aufwand für alle Akteure im Gesundheitswesen mit sich bringen werden. Nur ein Beispiel: Im Sommer hat ein Organspendeskandal die Öffentlichkeit erschüttert. Noch sind nicht alle Einzelheiten geklärt, aber was bislang bekannt geworden ist, spricht dafür, dass aus unterschiedlichen Gründen wichtige Kontrollmechanismen nicht funktioniert haben.

    Zusammen mit fragwürdigen Zielvereinbarungen, wie z. B. Prämien durch den Krankenhausträger für eine bestimmte Anzahl von durchgeführten Organtransplantationen, hat dies zum Missbrauch geführt. Der Vertrauensverlust ist enorm und das in einer Zeit, in der die Politik gerade ein Gesetz auf den Weg gebracht hat, das die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung stärken sollte.

    Jetzt steht das Transplantationsgesetz wieder auf der Agenda und z. B. in Bayern gelten bereits neue Regelungen wie etwa das Sechs-Augen-Prinzip bei der Einschätzung des Transplantationsbedarfs. Und auch bei anderen wichtigen Themen aus dem Gesundheitsbereich stehen im Herbst Entscheidungen an: Patientenrechtegesetz, Pflege-Neuausrichtungsgesetz und Arzneimittelgesetz – um nur einige zu nennen.

    Was auf Sie beim Pflege-Neuausrichtungsgesetz zukommt, erfahren Sie heute. Über relevante Ergebnisse anderer rechtlicher Diskussionen berichten wir in den nächsten Ausgaben.

    Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Herbst und viel Freude bei der Lektüre der neuen Ausgabe von QM-PRAXIS in der Pflege.

    Über Ihre Fragen, Anregungen und Themenvorschläge freue ich mich – schreiben Sie mir unter [email protected].

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Barbara Poschwatta
    Objektleitung „QM-PRAXIS in der Pflege“