Ausgabe Mai | Juni 2014

AUSZUG AUS DEM INHALT:

    SPEZIALTHEMA
    Nadelstichverletzungen vermeiden
    Sowohl aus arbeitsschutzrechtlicher als auch aus hygienischer Sicht ist das Vermeiden von Nadelstichverletzungen ein wichtiges Thema. Durch die Änderungen der TRBA 250 sind Nadelstichverletzungen und ihre Vermeidung wieder stärker in den Fokus geraten. Hinweise und praktische Tipps zur Prävention gibt dieser Artikel.

    Die große Revision der Qualitätsmanagement-Norm DIN EN ISO 9001
    Die grundlegende DIN EN ISO 9001 wird gerade überarbeitet. Bereits vorab geben wir einen Überblick über die geplanten Änderungen und ihre Auswirkung auf die Praxis im QM.

    WEITERE THEMEN DIESER AUSGABE
    Personalentwicklung als Schlüssel zum Erfolg
    Personalentwicklung spielt in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel eine wichtige Rolle. Denn nur wenn die Mitarbeiter sich weiterentwickeln können oder an den Stellen eingesetzt werden, die tatsächlich ihren Fähigkeiten entsprechen, gelingt die nachhaltige Bindung der Mitarbeiter an die Einrichtung. Doch wie gelingt dies und was hat das mit QM oder Hygiene zu tun?

    Der Pflegebedürftigkeitsbegriff – von Florence Nightingale zur gerechten und umfassenden Definition des Begriffs
    Der Pflegebedürftigkeitsbegriff ist seit Jahren in der Diskussion und alle Beteiligten wissen, die bestehenden Einstufungen entsprechen nicht den tatsächlichen Notwendigkeiten. Wie ist der aktuelle Diskussionsstand und welche Erwartungen gibt es an den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff.

    Risikomanagement in der Pflege: Schlanke Systeme helfen den Überblick zu behalten
    Risikomanagement-Systeme sind extrem aufwendig und ihr Aufbau kostet viel Zeit. Doch ist es immer notwendig, ein komplexes System zu entwickeln oder genügt nicht für den Anfang eine kleinere, abgespeckte Variante? Dieser Frage geht der Artikel ebenso nach wie auch der Entwicklung paktikabler Lösungen für Pflegeeinrichtungen.

    Aktuelle Entwicklungen bei den Expertenstandards
    Im Frühjahr 2014 hat das DNQP u. a. den Entwurf des Expertenstandards Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege vorgestellt. Die wichtigsten Eckpunkte dieses Expertenstandard-Entwurfs können erste Ansatzpunkte für die Implementierung in Pflegeeinrichtungen sein.

    Grundlegende Aspekte zu Hygieneplänen für teilstationäre Einrichtungen, Tagespflege und Pflege-WGs
    Das Erstellen von Hygieneplänen für teilstationären Einrichtungen ist immer wieder ein Problem: Nicht alle Regelungen, die für eine stationäre Einrichtung gelten, können 1 zu 1 übernommen werdebn. Die rechtlichen Anforderungen sind aber teilweise identisch. Stellt sich die logische Frage: was tun?

    Tödlich trotz High-Tech-Medizin – Isolierungsmaßnahmen schützen bei infektiösen Patienten (Teil 1)
    Infektionskrankheiten sind weltweit die häufigste Todesursache und auch wenn in Deutschland die Gefahr geringer ist, an einer Infektionskrankheit oder ihren Folgen zu sterben, sind Mitarbeiter im Gesundheitswesen einem ständigen Infektionsrisiko ausgesetzt. Und auch Patienten in Deutschland sind durch nosokomiale Infektionen oder multirestistente Erreger gefährdet. Welche Isolierungsmaßnahmen sind wann erfolgversprechend?

    Liebe Leserinnen und Leser,

    es ist Frühling und die Natur blüht auf. Für viele Menschen ist das Frühjahr eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderung. Nachdem wir in den letzten Jahren in der Pflegelandschaft eher Stillstand erlebt haben, scheint es jetzt so zu sein, als ob Bewegung in die Sache kommt und wir auch so etwas wie eine Art Frühjahr erleben könnten.

    Nach langem Hin und Her wird endlich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff in der Praxis erprobt. Auch wenn man sich fragen kann, ob die nun gestartete Testphase notwendig ist oder ob es nicht vielmehr darum geht, Zeit zu gewinnen, es bewegt sich etwas.

    Und auch in Bezug auf die überbordende Bürokratie gibt es Bestrebungen, Veränderungen und Verbesserungen herbeizuführen, – hoffentlich ist dies mehr als ein Strohfeuer und führt tatsächlich zu Verbesserungen der Situation.

    Und last but not least gibt es auch noch Gegenwind gegen die politischen Akteure, der sich vielleicht zu einem Rückenwind für Pflegeeinrichtungen entwickeln könnte: Der VdK klagt auf Basis der Doktorarbeit von Susanne Moritz vor dem Bundesverfassungsgericht, um eine menschenwürdigere Pflege zu erreichen. Diese Klage zielt vornehmlich darauf ab, die Rahmenbedingungen der Pflege zu verbessern, und so könnte sich die Situation für Pflegeeinrichtungen nachhaltig verbessern. Es kann heute kaum einer der handelnden Akteure in der Politik noch bestreiten, dass sich die Rahmenbedingungen aus finanzieller und personeller Hinsicht ändern müssen, damit Pflegeeinrichtungen die Möglichkeiten haben, die sie benötigen, um den Anforderungen an eine gute Betreuung und Pflege gerecht zu werden.

    Jetzt wünsche ich Ihnen viel Freude und zahlreiche neue Erkenntnisse bei der Lektüre der neuen Ausgabe. Für Fragen, Anregungen und Kritik stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Schreiben Sie mir an [email protected]

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Barbara Poschwatta
    Objektleitung „QM-PRAXIS in der Pflege“