Arbeitsschutz und rechtliche Anforderungen
Wenn Pflege unter die Haut geht − wie können die Hände von Pflegenden sinnvoll geschützt und gepflegt werden?
Text: Jens Jakisch | Foto (Header): © nuzza11 – stock.adobe.com
Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege sind überproportional von Handekzemen betroffen als Angehörige anderer Berufe. Etwa jede dritte Person, die im Gesundheitswesen arbeitet, entwickelt im Laufe ihres Berufslebens ein Handekzem, während es in der Allgemeinbevölkerung nur etwa jede siebte ist. Das Risiko für ein Handekzem ist für Pflegende in etwa mehr als doppelt so hoch wie in der sonstigen Bevölkerung und ist die häufigste berufsbedingte Hauterkrankung im Gesundheitswesen. Dies steht v. a. im Zusammenhang mit häufigem Händewaschen, dem Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe, Desinfektions- und Feuchtarbeiten. Daten der gesetzlichen Unfallversicherung zeigen, dass zwar nur ein kleiner Anteil (≈ 3 %) der als Berufskrankheit anerkannten schweren Fälle zu einer dauerhaften Aufgabe der Tätigkeit führt, dennoch sind Handekzeme für die Betroffenen oft mit langwierigen Behandlungen und Schmerzen verbunden.
Auszug aus:
QM Praxis in der Pflege
Ausgabe Juni 2026
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Die Hände spielen bei der Übertragung von nosokomialen Infektionen eine herausragende Rolle. So sind schätzungsweise 80 – 90 % aller nosokomialen Infektionen auf Übertragungen über die Hände zurückzuführen. Deshalb ist eine adäquate Händehygiene und besonders die hygienische Händedesinfektion als wichtigste (Einzel-)Maßnahme essenziell, um Infektionsketten effektiv zu unterbrechen.
Für eine erfolgreiche Händedesinfektion müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt werden:
- eine ausreichende Menge an geeigneten Händedesinfektionsmitteln,
- eine korrekte Einreibetechnik,
- Berücksichtigung einer ausreichenden Einwirkzeit,
- saubere, trockene und intakte Hände.
Wenn die Haut der Hände geschädigt ist, können sich in geschädigten Haut-Arealen Krankheitserreger einnisten und von dort auch übertragen werden. Zudem lässt sich geschädigte Haut auch nicht zuverlässig desinfizieren. Händedesinfektionen sind bei vorhandenen Wunden (selbst bei kleinsten Schnittwunden) und geschädigter Haut meist schmerzhaft und werden deshalb meist weniger gründlich durchgeführt oder gar ausgelassen. Dies führt zu einer insgesamt niedrigeren Compliance bei Händedesinfektionen und damit zu einer erhöhten Übertragungswahrscheinlichkeit von Infektionserregern.
Das Auftreten von Handekzemen im Gesundheitswesen und der Pflege wird häufig durch Fehlverhalten und falsche Annahmen in Bezug auf die Händehygiene begünstigt. Die mit Abstand wichtigsten Risikofaktoren für das Entwickeln von Handekzemen sind das häufige Händewaschen, in Ergänzung oder als (falscher) Ersatz für Händedesinfektionen, sowie das nicht indikationsgerechte und lange Tragen von flüssigkeitsdichten Handschuhen.
Händedesinfektion vs. Händewaschen
Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis belasten die Haut der Hände weit weniger als das Waschen der Hände mit Wasser und Seife. Die Barrierefunktion der Haut wird durch alkoholische Händedesinfektionsmittel nicht verändert, und eventuelle Hautirritationen sind eher auf Zusatzstoffe wie Duft- und Parfümstoffe als auf den Alkohol selbst zurückzuführen. Alkohole besitzen an sich keine nennenswerten sensibilisierenden Eigenschaften. Zudem enthalten Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis meist zusätzlich rückfettende Substanzen, die die bei der Händedesinfektion gelösten Hautfette in der Haut halten.
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Säureschutzmantel der Hände durch Händedesinfektionen mit Händedesinfektionsmitteln auf Alkoholbasis kaum beeinflusst wird. Wenn die Hände bei der Händedesinfektion mit Händedesinfektionsmitteln auf Alkoholbasis schmerzen, ist die Haut i. d. R. bereits geschädigt und wird nicht erst durch das Händedesinfektionsmittel verursacht. Wenn die Haut bei der Desinfektion brennt, ist das Kind schon buchstäblich in den Brunnen gefallen.
Häufiges Händewaschen dagegen schädigt den natürlichen Säureschutzmantel der Hände. Die oberste Schicht der Epidermis, das sogenannte Stratum corneum, besteht aus abgestorbenen Plattenepithelzellen, die aus Keratin bestehen und durch Hautfette geschmeidig und wasserabweisend gehalten werden. Das Stratum corneum fungiert normalerweise als Schutzbarriere, die Feuchtigkeit in der Haut hält und das Eindringen von Reizstoffen oder Krankheitserregern verhindert. Die in Seifen enthaltenen Tenside mobilisieren und lösen genau diese Hautfette aus dem Stratum corneum und werden dann zusammen mit dem Wasser weggespült.
Aggressive Seifen können zudem die Proteine der obersten Hautschicht denaturieren und ihre Struktur verändern. Durch die Schädigung des Säureschutzmantels kann die Haut weniger Wasser binden, was zu Trockenheit, Juckreiz und Rissen in der Haut führen kann. Eine geschädigte Hautbarriere ist zudem durchlässiger für Schadstoffe, Allergene und Infektionserreger, die leichter in die obersten Schichten der Epidermis eindringen und dort Entzündungen oder Ekzeme verursachen können.
Beim Waschen mit Wasser wird die oberste Hautschicht zwar wieder mit Feuchtigkeit aufgefüllt, aber durch die verminderte Wasserbindungskapazität der Haut hält dieser Effekt aber nur ca. 10 Minuten an. Gleichzeitig führt dies dazu, dass während dieser Zeit eine Händedesinfektion durch den Verdünnungseffekt weniger effektiv ist. Deshalb sollten Händedesinfektionen auch nicht unmittelbar nach dem Waschen der Hände durchgeführt werden.
Aus den genannten Gründen sollten die Hände nur bei sichtbarer Verschmutzung oder z. B. bei Dienstbeginn oder dem Toilettengang gewaschen werden. Ansonsten sollten die Hände, wenn diese nicht sichtbar verschmutzt sind, bei entsprechender Indikation nur desinfiziert und nicht auch zusätzlich gewaschen werden.
Die Barrierefunktion der Haut beruht auf dem Ziegel Mörtel Prinzip des Stratum corneum: Kernlose Korneozyten (Ziegel) sind durch interzelluläre Lipide (Mörtel) verbunden. Diese Lipidlamellen sind entscheidend für den transepidermalen Wasserverlust und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Reizstoffen. Der Talg trägt zusätzlich auf der Hautoberfläche zum Hydrolipidfilm bei, ist jedoch nicht Bestandteil der Hornschicht.
Hautschädigung durch langes Handschuhtragen
Beim Tragen von medizinischen Einmalhandschuhen bildet sich aufgrund der mechanischen Barriere durch den Handschuh mit zunehmender Tragedauer in den Handschuhen eine feuchte Kammer, da Feuchtigkeit nicht mehr entweichen kann. Durch das entstehende feuchte Klima in den Handschuhen kann das Stratum corneum (= die Hornschicht) aufquellen. Dadurch kann es zur Schädigung des Säureschutzmantels und zum Herauslösen von Fetten aus der Hornschicht kommen.
Langes, häufiges Handschuhtragen allein kann schon ursächlich für die Entstehung von Handekzemen sein. Weiterhin erhöht sich durch das Aufquellen der Hornschicht die Gefahr, dass Fremdstoffe in die Haut eindringen können und dort zu Irritationen und Allergien führen. Aus diesen Gründen sollten medizinische Einmalhandschuhe nur indikationsgerecht und auch nicht länger als unbedingt notwendig getragen werden.
Aber gerade bei der Frage, wann das Tragen von medizinischen Einmalhandschuhen notwendig ist, gibt es häufig Unsicherheiten.
Die Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe (KRINKO) hat 2024 in einem Kommentar die Indikationen für das Tragen von medizinischen Einmalhandschuhen aus infektionshygienischer Sicht klar beschrieben. Im Prinzip ist ein Tragen von Handschuhen nur bei Kontakt mit Ausscheidungen und kontaminierten Oberflächen und Gegenständen notwendig.
Die meisten Tätigkeiten in der Pflege erfordern dagegen keine Handschuhe, sondern lediglich eine konsequente hygienische Händedesinfektion nach den 5 Indikationen/ Momenten der WHO. Darunter fallen auch pflegerische Tätigkeiten, wie das Waschen von Patienten/Bewohnern (außer Anogenitalbereich), bei denen meist Handschuhe getragen werden.
Allerdings empfiehlt die Leitliniengruppe der aktuellen S2k Leitlinie der AWMF zu Hautschutz, Hautpflege und Hautreinigung den Gebrauch von Handschuhen bei der Körperwaschung und beim Eincremen aus Hautschutzgründen. So soll ein direkter Hautkontakt mit Reinigungsmitteln und Wasser, sowie möglicherweise sensibilisierenden Inhaltsstoffen der verwendeten Pflegemittel reduziert werden.
Aber das Prinzip, dass das Tragen von medizinischen Einmalhandschuhen nicht universell, sondern nur bei kontaminationsträchtigen Tätigkeiten notwendig ist, bleibt gültig. Das Merkblatt „Indikationen zum Tragen medizinischer Einmalhandschuhe“ bei den Arbeitshilfen gibt eine Übersicht über diverse Tätigkeiten, bei denen das Tragen von medizinischen Einmalhandschuhen indiziert ist und wann nicht.
Zudem werden in bestimmten Situationen (z. B. bei MRE-Trägern, Kontakt zu Ausscheidungen) mehrere Handschuhe übereinander getragen und damit die Hände unnötig zusätzlich belastet. Das Tragen mehrerer Schichten von Einmalhandschuhen bietet dabei keinen zusätzlichen Schutz und erst recht keine zusätzliche Sicherheit für Patienten und Bewohner.
Wichtig: Händedesinfektionen sind wesentlich schonender für die Haut der Hände als Händewaschen. Häufiges Händewaschen und langes Tragen von flüssigkeitsdichten Handschuhen sind die wichtigsten Auslöser von Handekzemen bei Mitarbeitenden in Pflegeberufen.
Hautpflegemittel
Auch bei Verwendung von Händedesinfektionsmitteln mit rückfettenden Substanzen, indikationsgerechtem Tragen von Handschuhen und indikationsgerechter Händewaschung wird die Haut der Hände bei pflegerischen Tätigkeiten stark beansprucht. Deshalb ist die Pflege der Hände mit geeigneten Hautpflegemitteln essenziell wichtig für die Regeneration der Haut.
- Hautpflegemittel sollten dabei möglichst frei von Konservierungsmitteln, ätherischen Ölen, sowie Duft- oder Parfümstoffen sein, um allergische Reaktionen und Sensibilisierungen zu vermeiden.
- Hautpflegemittel sollten v. a. von nach Arbeitsende, in der Freizeit und zu Beginn längerer Arbeitspausen, angewendet werden, da die Regeneration der Haut Zeit benötigt und diese bei der Arbeit durch weitere Händedesinfektionen oder Händewaschungen unterbrochen wird.
- Hautpflegemittel sollten nicht als Hautschutzmittel verwendet werden, da die pflegenden Anteile der Hautpflegemittel mit Arbeitsstoffen (z. B. Chemikalien, Urin) interagieren und damit die Haut schädigen können.
Hautschutzmittel
Die Verwendung von Hautschutzmitteln dient in erster Linie der Prävention von Hauterkrankungen. Hautschutzmittel sollten vor besonders (Haut-)belastenden Tätigkeiten (z. B. Feuchtarbeiten im Rahmen von Reinigungs- oder Desinfektionsmaßnahmen), nach Arbeitspausen und bei Bedarf zusätzlich aufgetragen werden. Sie bilden eine Schutzschicht, um Reibung zu reduzieren, Feuchtigkeit zu bewahren und die Heilung der Haut zu fördern. Allerdings kann die Wirksamkeit von Hautschutzmitteln auf bereits geschädigter Haut eingeschränkt sein. Ob ein Hautschutzmittel für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet ist, hängt insgesamt von der Gesamtformulierung des Mittels und nicht von einzelnen Faktoren wie dem pH-Wert oder der Galenik ab (z. B. Öl in Wasser; Wasser in Öl).
Hautschutzmittel sollten nur auf trockene, gereinigte Haut aufgetragen werden, um ein Eindringen von eventuell auf der Haut verbliebenen Stoffen zu vermeiden. Prinzipiell sollten Hautschutzmittel unter Schutzhandschuhen nicht verwendet werden. Fette und stark emulgierende Stoffe (z. B. Mittel zur Hautreinigung) können die chemische und mechanische Beständigkeit von Schutzhandschuhen vermindern und damit die Schutzwirkung der Handschuhe beeinträchtigen. Zudem können sie zu einer zusätzlichen Aufweichung der oberen Hornschicht führen und die Bildung von Ekzemen fördern. Ausnahmen können sich im Einzelfall aus einer entsprechenden Gefährdungsbeurteilung ergeben.
Bei einer Verwendung von Hautschutzmitteln zusammen mit Handschuhen ist dann zu beachten, dass diese ausdrücklich für die Verwendung mit Handschuhen geeignet sind. Bei der Verwendung von nicht geeigneten Hautschutzmitteln unter Schutzhandschuhen kann es sonst zu einer zusätzlichen Hautschädigung kommen. In der Regel sollten ca. 10 Minuten vor dem Anlegen der Handschuhe abgewartet werden, damit das Hautschutzmittel vollständig in die Haut einziehen kann.
Bei einer Belastung der Hände durch Schwitzen bei Verwendung von wiederverwendbaren Haushaltshandschuhen mit langen Stulpen können alternativ Unterziehhandschuhe auf Baumwolle verwendet werden. CAVE: Die Verwendung von Baumwollunterhandschuhen unter unsterilen Einmalhandschuhen bei pflegerischen Tätigkeiten ist nicht gestattet.
Hautpflegemittel: Anwendung nach der Arbeit, vor längeren Pausen und in der Freizeit.
Hautschutzmittel: Anwendung vor hautbelastenden Tätigkeiten, nach Arbeitspausen und zusätzlich bei Bedarf.
Handschuhe sollen generell nicht über frisch eingecremte Hände angelegt werden!
Korrekte Anwendung von Hautpflege und Hautschutzmitteln
Hautpflege- und Hautschutzmittel sollten nur auf saubere und trockene Haut aufgetragen werden. Dabei wird eine ausreichende Menge über die gesamten Hände unter besonderer Berücksichtigung von Fingerzwischenräumen, -kuppen, Nagelfalzen und Handgelenken verteilt. Eine ausreichende Menge Hautschutzoder Hautpflegemittel pro Hand ist in etwa eine sogenannte Fingertip-Unit (FTU). Eine FTU ist eine Salben- bzw. Crememenge, gemessen von der Fingerspitze bis zur ersten (distalen) Interdigitalfalte.
Bei andauernden Hautproblemen trotz Reduktion von Händewaschungen und Handschuhen, sowie der regelmäßigen Anwendung von Hautschutz- und Hautpflegemitteln sollte der Betriebsärztliche Dienst für die Ursachenforschung und eine individuelle Beratung hinzugezogen werden.
Bereitstellung von Hautschutz- und Hautpflegepräparaten
Das Bereitstellen geeigneter Hautschutz und Hautpflegemittel in ausreichender Menge sowie das Führen eines Hautschutzplanes liegt in der Verantwortung des jeweiligen Arbeitgebers.
Die Hautschutz- und Hautpflegemittel sollten in Gebinden zur Verfügung gestellt werden aus denen sich diese hygienisch sicher entnehmen lassen. Geeignet sind besonders Tuben oder Spendersysteme. Die Entnahme von Hautschutz- oder Hautpflegemitteln aus offenen Gebinden, z. B. Creme – Dosen, ist aufgrund des Kontaminationsrisikos abzulehnen. Oft weisen diese zudem hohe Konzentrationen an Konservierungsmitteln auf, die wiederum zu Allergien und Sensibilisierungen führen können. Werden mehrfach verwendbare Spendersysteme verwendet, müssen diese entsprechend wie Händedesinfektionsmittel- und Waschlotionsspender regelmäßig gereinigt und nach Herstellerangaben aufbereitet werden.
Hautmittel fallen i. d. R. unter die Kosmetika. Kosmetika, die eine kurze Haltbarkeit haben, sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum gekennzeichnet (Sanduhrsymbol). Kosmetika, die länger als 30 Monate haltbar sind, müssen eine Kennzeichnung der Verwendungsdauer nach Öffnung tragen. Dabei handelt es sich um ein Symbol in Form eines geöffneten Cremetiegels mit der Angabe der Haltbarkeit nach Öffnung (PAO – period after opening) in Monaten (z. B. 6M oder 12M). Hautmittel aus größeren Gebinden und in Spendersystemen sollten in Einrichtungen der Pflege mit dem Öffnungsdatum versehen werden. Bei kleinen und personalisierten Tuben ist dies aber meist nicht notwendig. Hautmittel, deren Konsistenz (z. B. Trennung der Bestandteile, Farbe, Geruch) sich verändert hat oder die kontaminiert worden sind, sollten nicht mehr verwendet werden.
In der aktuellen TRBA 250 ist eine mind. jährlich und vor Verwendung neuer Hautschutz- oder Hautpflegemittel-Präparate durchzuführende Unterweisung zur regelmäßigen und richtigen Anwendung verankert. Idealerweise sollten die Themen Hautschutz und Hautpflege in die Schulung(en) zur Händehygiene integriert werden, da diese untrennbar mit dem Verhalten beim Handschuhtragen, Händewaschen und der Händedesinfektion zusammenhängen.
Fazit
Das regelmäßige Waschen und Desinfizieren der Hände, sowie das häufige Tragen von flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhen belastet die Haut der Hände und kann zu berufsbedingten Hauterkrankungen führen. Die konsequente Reduktion des Händewaschens und des Tragens von Handschuhen auf die notwendigen Indikationen, sowie die korrekte Benutzung von Hautschutz- und Hautpflegemitteln sind wirksame Maßnahmen, um die Haut der Hände gesund zu halten. Die Entstehung von Handekzemen in der Pflege ist dabei kein unabwendbares Schicksal, dem man ohnmächtig ausgeliefert ist – man hat es buchstäblich selbst in der Hand.
Quellen
Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut: Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2016; 59(9): 1189-1220., www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Krankenhaushygiene/KRINKO/Empfehlungender-KRINKO/Basishygiene/Tabelle_Haendehyg_Rili.html?nn=16779628
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege. Technische Regeln für biologische Arbeitsstoffe. Ausgabe November 2025 GMBl Nr. 34-37 vom 10.11.2025 1. Änderung GMBl Nr. 38 vom 14.11.2025. Gemeinsames Ministerialblatt (GMBl). www.baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/TRBA/pdf/TRBA-250.pdf?__blob=publicationFile&v=2
Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention: Kommentar der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) zum indikationsgerechten Einsatz medizinischer Einmalhandschuhe im Gesundheitswesen Epid Bull 2024; 10:3-15 | DOI 10.25646/11984 www.bing.com/ck/a?!&&p=4e0d1a88c5ef11bee7103d-0b80cb1d58e0935f5b4f00e31a-19d28eef62509ce1JmltdHM9MTc3NDc0MjQwMA&ptn=3&ver=2&hsh=4&fclid=3d903674-8126-6ce9-1e08-203f80816dd1&psq=DOI+10.25646%2f11984&u=a1aHR0cHM6Ly9lZG9jLnJraS5kZS9o-YW5kbGUvMTc2OTA0LzExNTU4
M. Gina, M. Fartasch et al. S2k-Leitlinie „Berufliche Hautmittel: Hautschutz, Hautpflege und Hautreinigung zur Prävention von Handekzemen“ (AWMFRegister-Nr. 013 – 056) (2025) verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-056
Der Autor
Jens Jakisch
(Jahrgang 1972) ist als Fachkraft für Hygiene und Infektionsprävention in der Pflege (Hygienefachkraft) am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) seit 2023 in den Bereichen Hygiene in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie Kindertageseinrichtungen tätig. Er arbeitet seit 1995 in der Pflege und seit 2014 im Bereich Hygiene.


